Zuletzt aktualisiert am 04.02.2026
eBay Gebühren 2026: Neue Kostenlogik und was sie für Ihre Kalkulation bedeutet

eBay zählt seit vielen Jahren zu den wichtigsten Marktplätzen für Onlinehändler im deutschsprachigen Raum. Gleichzeitig entwickelt sich die Plattform kontinuierlich weiter, technisch, organisatorisch und wirtschaftlich. Dazu gehören auch regelmäßige Anpassungen an der Gebührenstruktur.
Zum 12. Februar 2026 nimmt eBay mehrere Änderungen an Fixgebühren, variablen Verkaufsprovisionen und Grenzwerten vor. Diese Anpassungen wirken nicht isoliert. In ihrer Kombination verändern sie die Kalkulationsbasis vieler Angebote spürbar, insbesondere bei breiten Sortimenten, hohem Bestellvolumen oder knappen Margen (Quelle: eBay Verkäuferportal – Neue Gebührenstruktur)
Wenn Sie auf eBay verkaufen, sollten Sie diese Änderungen nicht nur kennen, sondern aktiv in Ihre Preis- und Sortimentslogik einordnen. Andernfalls wirken die Effekte häufig zeitverzögert und zeigen sich erst im Monatsabschluss.
Warum eBay die Gebühren 2026 anpasst
eBay ist heute weit mehr als eine reine Verkaufsplattform. Zahlungsabwicklung, Betrugsprävention, Käuferschutz, IT-Infrastruktur und Support verursachen laufende Kosten, die nicht proportional mit dem Umsatz steigen.
Die Gebührenanpassung 2026 folgt deshalb einer klaren Logik. Bestellungen, Kategorien und Preisgrenzen rücken stärker in den Mittelpunkt der Kostenverteilung. Für Sie bedeutet das eine Verschiebung der wirtschaftlichen Betrachtung.
Kurz gesagt: Nicht der Umsatz allein entscheidet über Ihre Wirtschaftlichkeit, sondern die Struktur dahinter.
Überblick: Die wichtigsten Gebührenänderungen ab 12. Februar 2026
Zur schnellen Einordnung finden Sie hier die zentralen Anpassungen der eBay Gebührenstruktur.
| Änderung | Bis 11.02.2026 | Ab 12.02.2026 | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Fixgebühr pro Bestellung über 10 € | 0,35 € | 0,45 € | Höhere Fixkosten bei hohem Bestellvolumen |
| Variable Provision über Grenzwert | 2 % | 3 % | Mehr Kosten bei hochpreisigen Artikeln |
| Ausgewählte Kategorien | 11 % | 12 % | Direkter Margendruck bei volumenstarken Sortimenten |
| Technik und Elektronik mit Shop Grenzwert | 400 € | 500 € | Verschobene Schwelle für höhere Provision |
Alle Änderungen gelten für neue und bestehende Angebote und verstehen sich zuzüglich Mehrwertsteuer.
Fixgebühr pro Bestellung: Kleine Anpassung mit klarer Konsequenz
Die Erhöhung der Fixgebühr pro Bestellung von 0,35 Euro auf 0,45 Euro betrifft alle Bestellungen über 10 Euro. Auf Einzelbestellebene wirkt dieser Schritt überschaubar. Bei hohem Bestellvolumen entfaltet er jedoch eine klare wirtschaftliche Wirkung.
Ein Rechenbeispiel zeigt die Konsequenz:
Bei 5.000 Bestellungen pro Monat entstehen rund 500 Euro zusätzliche Fixkosten. Hochgerechnet entspricht das etwa 6.000 Euro pro Jahr, ohne zusätzlichen Umsatz.
Wichtig: Die Fixgebühr fällt unabhängig vom Verkaufspreis an. Je niedriger der Warenkorb, desto stärker belastet sie den Deckungsbeitrag pro Bestellung.
Variable Verkaufsprovision: Wenn Grenzwerte zur Kalkulationsfalle werden
Für den Anteil des Verkaufspreises, der über die jeweiligen Grenzwerte hinausgeht, steigt die variable Verkaufsprovision von 2 Prozent auf 3 Prozent. Betroffen ist nicht der gesamte Verkaufspreis, sondern nur der Anteil oberhalb des Grenzwerts.
In der Praxis entstehen hier häufig unerwartete Margeneffekte. Artikel, die preislich knapp über einem Grenzwert liegen, wechseln in eine andere Kostenlogik. Im Frontend wirkt der Preis nur leicht höher, in der Kalkulation greift jedoch bereits die höhere Provisionsstufe.
Gerade bei hochpreisigen Artikeln oder Zubehör mit knapper Marge sollten Sie diese Schwellen gezielt prüfen und nicht dem Zufall überlassen.
Höhere Verkaufsprovisionen in ausgewählten Kategorien
In mehreren Kategorien erhöht eBay die reguläre Verkaufsprovision von 11 Prozent auf 12 Prozent. Betroffen sind unter anderem Sortimente aus den Bereichen Baby, Haustierbedarf, Filme und Serien, Musik, Tickets, PC und Videospiele, Feinschmecker, Bastel- und Künstlerbedarf sowie Business und Industrie.
Die Aufzählung ist nicht abschließend. Maßgeblich ist stets die jeweils gültige Kategoriezuordnung im eBay Verkäuferportal.
Ein Prozentpunkt wirkt auf den ersten Blick moderat. In margenarmen Sortimenten entscheidet er jedoch häufig darüber, ob ein Artikel dauerhaft tragfähig bleibt oder nur noch Umsatz erzeugt.
Technik und Elektronik: Shop Grenzwerte gezielt einordnen
In Technik und Elektronikkategorien ändern sich die Provisionssätze und auch die Grenzwerte, die abhängig vom Shop-Status sind. Mit eBay Shop steigt der Grenzwert für die reguläre Provision in vielen Subkategorien, unter anderem bei Druckern, Konsolen, Haushaltsgeräten oder Foto-Equipment, von 400 Euro auf 500 Euro.
Mit Shop
- 6,5 Prozent bis 500 Euro
- 3 Prozent für den darüberliegenden Anteil
Ohne Shop
- 6,5 Prozent bis 990 Euro
- 3 Prozent für den darüberliegenden Anteil
Der Shop ist damit kein pauschaler Vorteil. Er verändert die Preisarchitektur. Ob er für Sie sinnvoll ist, hängt davon ab, in welchen Preisbereichen Ihre umsatzstärksten Artikel liegen und wie nah diese an den jeweiligen Grenzwerten positioniert sind.
Neue Kalkulationsbasis: Der Deckungsbeitrag pro Bestellung
Mit den eBay Gebühren 2026 rückt eine Kennzahl klar in den Fokus, der Deckungsbeitrag pro Bestellung. Eine reine Umsatzbetrachtung reicht nicht mehr aus.
Die Berechnungslogik bleibt einfach.
Verkaufspreis minus Einkaufspreis minus Verkaufsprovision minus Fixgebühr.
Nur wenn dieser Wert stabil positiv bleibt, trägt Ihr Geschäftsmodell auch bei wachsendem Bestellvolumen. Typische Effekte in der Praxis sind mehr Bestellungen bei gleichbleibendem Umsatz, aber sinkender Marge oder Artikel, die optisch gut laufen, wirtschaftlich jedoch kippen.
Wie SnapTrade Sie bei der Preissteuerung unterstützt
Die Gebührenanpassungen 2026 zeigen deutlich, dass eine belastbare Preislogik wichtiger ist als eine vermeintlich exakte Einzelkalkulation.
Bei eBay hängt die Verkaufsprovision von mehreren Parametern ab, unter anderem von der Kategorie, der Marktplatz-Website sowie dem gesamten Transaktionsbetrag inklusive Versand und Umsatzsteuer. Diese Parameter können je Bestellung variieren. Eine garantiert exakte Vorab-Berechnung der finalen Gebühren ist deshalb nur eingeschränkt möglich.
SnapTrade unterstützt Sie bei der regelbasierten Preissteuerung im Tagesgeschäft. SnapTrade ersetzt dabei keine transaktionsgenaue Gebührenabrechnung, sondern hilft Ihnen, Ihre Preislogik stabil, marktnah und konsistent umzusetzen.
Sie steuern Ihre Preise regelbasiert, ohne auf fragile Annahmen zur exakten eBay-Provision angewiesen zu sein. Das hilft insbesondere dann, wenn Fixgebühren steigen oder Grenzwerte stärker ins Gewicht fallen. Die tatsächlich angefallenen Gebühren finden Sie transparent in den eBay-Gebührendetails der jeweiligen Transaktion.
Mit der eBay Preisoptimierung Produktpreise intelligent steuern
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Fazit: Was die eBay Gebühren 2026 für Sie bedeuten
Fixgebühren machen Bestellungen zur zentralen Recheneinheit. Grenzwerte werden zu aktiven Steuerungsgrößen. Ein Prozentpunkt Provision kann über Marge oder Verlust entscheiden. Preislogik wird wichtiger als reine Umsatzbetrachtung.
Wenn Sie Ihre Preise strukturiert führen und den Deckungsbeitrag pro Bestellung im Blick behalten, lassen sich die Änderungen sachlich einordnen und wirtschaftlich kontrollieren.
Häufige Fragen zu den eBay Gebühren 2026
Ab wann gelten die neuen eBay Gebühren?
Ab dem 12. Februar 2026 für neue und bestehende Angebote.
Sind alle Kategorien von der neuen eBay Gebührenordnung betroffen?
Nein, betroffen sind ausgewählte Kategorien gemäß eBay Verkäuferportal.
Lohnt sich ein eBay Shop 2026 noch?
Das hängt von Ihrer Preisarchitektur und den typischen Verkaufspreisen ab.
Was ist der wichtigste Vorbereitungsschritt?
Die Berechnung des Deckungsbeitrags pro Bestellung für die wichtigsten Artikelgruppen.
Über den Autor

Christopher Natan ist seit 2018 technischer Kundenberater bei SnapSoft und daher bestens mit SnapTrade und aktuellen Themen rund um die Preisoptimierung vertraut. Als Schnittstelle zwischen Kunden und Produktentwicklung trägt er maßgeblich dazu bei, dass die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden in die Weiterentwicklung von SnapTrade erfolgreich einfließen.


