Zuletzt aktualisiert am 28.01.2026

Amazon-Gebühren 2026: Was jetzt gilt und was Sie als Online-Händler tun sollten

Amazon-Händler arbeitet am Laptop und analysiert Amazon FBA Gebühren 2026 und Preise

Viele Amazon-Händler stellen sich seit Jahresbeginn dieselben Fragen:
Welche Amazon-Gebühren gelten 2026 wirklich? Welche Änderungen sind bereits aktiv – und wo lohnt es sich, Preise, Versand durch Amazon oder Angebotsaktionen neu zu bewerten?

Amazon hat Ende 2025 und Anfang Januar 2026 mehrere Gebührenanpassungen umgesetzt, die vor allem Händler mit preisgünstigen Artikeln betreffen. Gesenkte Verkaufsgebühren, reduzierte Versandkosten beim Versand durch Amazon und neue Gebührenobergrenzen für Angebote sorgen für spürbare Entlastung – allerdings nur, wenn Sie die Details kennen und richtig reagieren.

Erfahren Sie in diesem Blogpost:

  • wann Amazon welche Gebührenänderungen angekündigt und umgesetzt hat,
  • welche Verkaufs- und FBA-Gebühren seit Dezember 2025 und Januar 2026 tatsächlich gelten,
  • und welche konkreten Schlüsse Sie als Amazon-Händler jetzt ziehen sollten, um Ihre Marge zu sichern.

Übersicht zu Gebührenänderungen 2026

Änderung Gilt SEIT/ AB Details
Senkung FBA-Versandgebühren (Pakete) 15.12.2025 Durchschnittlich–0,32 €  / –0,26 £ pro Einheit in Deutschland, UK, Frankreich, Italien und Spanien
Senkung Verkaufsgebühren Bekleidung & Accessoires 15.12.2025 bis 15 €: 8 % → 5 % · 15–20 €: 15 % → 10 %
Senkung Verkaufsgebühren Heimbedarf 05.01.2026 15 % → 8 % für Artikel bis 20 €
Senkung Verkaufsgebühren Haustierprodukte 05.01.2026 15 % → 5 % für Artikel bis 10 €
Senkung Verkaufsgebühren Lebensmittel & Nahrungsergänzung 05.01.2026 8 % → 5 % für Artikel bis 10 €
Ausweitung Niedrigpreis-FBA bis 20 € 05.01.2026 Durchschnittlich –0,45 € pro neu berechtigter Einheit (nicht alle Kategorien)
Neue Gebührenobergrenzen für Angebote 05.01.2026 Deutschland: 300 € · UK: 200 £ · FR/IT/ES: 100 €
Erhöhungen bei Lager-, Rücksende- und Liquidationsgebühren Januar–Februar 2026 In Summe durchschnittlich +0,02 € je über Versand durch Amazon verkaufter Einheit

Quelle: Amazon Seller Central

Niedrigpreis-FBA: großer Hebel mit klaren Einschränkungen

Seit dem 5. Januar 2026 gilt der reduzierte Niedrigpreis-Tarif für Produkte bis 20 € bzw. 20 £. Amazon beziffert die Entlastung auf durchschnittlich 0,45 € / 0,40 £ pro Einheit

Wichtig: Der Tarif gilt nicht für alle Kategorien. Ausgeschlossen sind unter anderem:

  • Beauty
  • Gesundheit & Körperpflege
  • Lebensmittel & Feinkost
  • Bücher
  • Bürobedarf
  • Industrie- und Business-Produkte
  • Zubehör für Amazon-Geräte

Zusätzlich gelten feste Vorgaben zu Abmessungen, Gewicht und Verkaufspreis inklusive Umsatzsteuer (Quelle: Amazon Seller Central).

Praxis-Tipp:
Da der Niedrigpreis-FBA-Tarif strikt an feste Preisgrenzen gebunden ist, kann bereits eine geringe Preiserhöhung dazu führen, dass der günstigere Versandtarif entfällt. Wenn Sie mit automatisierter Preissteuerung arbeiten, nutzen Sie daher definierte Maximalpreise, um Ihre Produkte gezielt unter der 20-Euro-Schwelle zu halten. Repricing-Lösungen wie SnapTrade unterstützen Sie dabei, diese Preisobergrenzen auch bei starkem Wettbewerbsdruck konsequent einzuhalten.

Verkaufsgebühren: Besonders relevant für preisnahe Artikel

Die größten Entlastungen entstehen durch die gesenkten Verkaufsgebühren, allerdings nur bis zu bestimmten Preisgrenzen.

Beispiel Heimbedarf (Deutschland):

  • vorher: 15 %
  • neu: 8 % bis 20 €

Ein Verkaufspreis von 19,99 € fällt unter die Gebührensenkung, 20,01 € nicht mehr.

Gerade bei Artikeln nahe der Preisgrenzen entscheiden wenige Cent über mehrere Prozentpunkte Verkaufsgebühr. Als Händler sollten Sie Preise wie 9,99 € oder 19,99 € bewusst steuern und regelmäßig prüfen, ob Produkte unbeabsichtigt über die jeweilige Schwelle rutschen.

Rechenbeispiel: Vereinfachte Gegenüberstellung

Beispielprodukt: Heimbedarf, Verkaufspreis 19,99 €, Versand durch Amazon (FBA)

Position Vorher (€) Nachher (€) Differenz (€)
Verkaufsgebühr 3,00 1,60 +1,40
Niedrigpreis-FBA –0,45 +0,45
Gesamteffekt +1,85

Hinweis:
Das Beispiel ist bewusst vereinfacht. Nicht berücksichtigt sind unter anderem Mindestgebühren, Lagerkosten, Rücksendungen, Werbung, Umsatzsteuer oder andere variable Kosten. Es dient der Einordnung der Gebührenwirkung, nicht als vollständige Kalkulation.

Angebote und Aktionen: mehr Planungssicherheit statt Kostenbremse

Seit dem 5. Januar 2026 gelten neue Gebührenobergrenzen für kostenabhängige Angebotsformate, die Sie bei der Planung Ihrer Aktionen berücksichtigen sollten:

  • Deutschland: maximal 300 €
  • Vereinigtes Königreich: 200 £
  • Frankreich, Italien, Spanien: 100 €

Amazon hat diese Gebühren nicht pauschal gesenkt, sondern nach oben begrenzt. Das reduziert Ihr Kostenrisiko bei größeren Angebotsaktionen, ersetzt jedoch keine sorgfältige Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Praxis-Tipp:
Setzen Sie Angebotsaktionen weiterhin nur dann ein, wenn Sie vorab eine klare Mindestmarge definiert haben. Die neuen Gebührenobergrenzen schaffen Planungssicherheit, schützen Sie aber nicht vor unrentablen Verkaufspreisen.

Handlungsempfehlungen für Online-Händler auf einen Blick

Um von den Amazon-Gebührensenkungen 2026 tatsächlich zu profitieren, sollten Sie Ihre Preis- und Sortimentsstrategie jetzt strukturiert überprüfen.

  • Gruppieren Sie Ihre Produkte systematisch nach relevanten Preisgrenzen (≤ 10 € und ≤ 20 €).
  • Prüfen Sie für jedes relevante Produkt gezielt, ob die Voraussetzungen für den Niedrigpreis-FBA-Tarif erfüllt sind.
  • Testen Sie Verkaufspreise knapp unter den Gebühren­schwellen und vergleichen Sie deren Auswirkungen auf Marge und Absatz.
  • Setzen Sie Angebotsaktionen nur dann ein, wenn Sie vorab eine klare Mindestmarge festgelegt haben.
  • Überprüfen Sie Ihre Gebühren regelmäßig mit den von Amazon bereitgestellten Analyse- und Rechentools.

Amazon empfiehlt hierfür ausdrücklich den Einnahmenrechner, den Bericht „Gebühren- und Wirtschaftlichkeitsvorschau“ sowie die Gewinnanalyse im Seller Central.

Amazon-Gebühren 2026 im Griff: So behalten Sie mit SnapTrade die Kontrolle

Die Gebührensenkungen von Amazon eröffnen Ihnen neue Chancen, bringen aber auch mehr Bewegung in Ihre Kalkulation. Mit SnapTrade behalten Sie dabei den Überblick: Sie sehen klar, wie sich Gebühren auf Ihre Preise und Margen auswirken, ohne mühsam nachzurechnen.

Sie hinterlegen einmalig Ihre Kosten pro Marktplatz und Versandart. SnapTrade nutzt diese Werte für Ihre Preiskalkulation und unterstützt Sie dabei, Preisänderungen nachvollziehbar umzusetzen. Wenn Amazon Gebühren oder Preisgrenzen anpasst, erkennen Sie schnell, wo Sie nachsteuern sollten. So treffen Sie Entscheidungen auf Basis belastbarer Zahlen statt auf Schätzungen.

Auch auf Produktebene bleibt alles transparent: Sie sehen zeitnah, wie sich Änderungen bei Gebühren oder Versandkosten auf Ihre Marge auswirken, und passen Ihre Preise gezielt an.

Ihre Vorteile mit SnapTrade:

  • Sie behalten auch bei Gebührenänderungen den Überblick über Ihre tatsächlichen Kosten.
  • Sie passen Preise gezielt an Gebührenstufen und Preisgrenzen an, statt nur auf Änderungen zu reagieren.
  • Sie erkennen schnell, wie sich Anpassungen auf Ihre Marge und Ihren Verkaufspreis auswirken.

Amazon-Preise regelbasiert steuern

Behalten Sie mit SnapTrade Ihre Amazon- und FBA-Gebühren im Blick und steuern Sie Ihre Preise regelbasiert. So sichern Sie Ihre Marge auch bei wechselnden Gebührenstrukturen.

Fazit: Gebühren gesenkt – Verantwortung bleibt bei Ihnen

Amazon hat 2026 spürbar an der Gebührenschraube gedreht und damit viele Händler entlastet. Diese Entlastung ersetzt jedoch keine saubere Kalkulation. Wenn Sie Preisgrenzen ignorieren oder Ausnahmen übersehen, verschenken Sie einen großen Teil des Potenzials.

Der eigentliche Gewinn entsteht nicht durch die Gebührensenkung selbst, sondern durch Ihre richtige und aktive Reaktion darauf.

Über den Autor

Portraitfoto Christopher technischer Kundendienst Snapsoft

Christopher Natan ist seit 2018 technischer Kundenberater bei SnapSoft und daher bestens mit SnapTrade und aktuellen Themen rund um die Preisoptimierung vertraut. Als Schnittstelle zwischen Kunden und Produktentwicklung trägt er maßgeblich dazu bei, dass die Wünsche und Anforderungen unserer Kunden in die Weiterentwicklung von SnapTrade erfolgreich einfließen.

Häufig gestellte Fragen: Amazon-Gebühren 2026 und Repricing in der Praxis

Amazon hat 2026 unter anderem die prozentualen Verkaufsgebühren in ausgewählten Kategorien sowie die FBA-Versandgebühren für viele niedrigpreisige Produkte gesenkt. Zusätzlich wurden neue Gebührenobergrenzen für Angebotsformate eingeführt. Nicht alle Gebühren sind betroffen, einzelne Kosten wie Lager- oder Rücksendegebühren wurden angepasst.

Nein. Der Niedrigpreis-FBA-Tarif gilt nur für bestimmte Kategorien und nur dann, wenn zusätzlich die Vorgaben zu Maßen, Gewicht und Verkaufspreis inklusive Umsatzsteuer eingehalten werden. Mehrere Kategorien sind ausdrücklich ausgeschlossen.

Ein Teil der Änderungen gilt bereits seit dem 15. Dezember 2025, weitere zentrale Anpassungen seit dem 5. Januar 2026. Einzelne Gebührenänderungen traten planmäßig zum 1. Februar 2026 in Kraft.

Viele der gesenkten Verkaufsgebühren und der Niedrigpreis-FBA-Tarif gelten nur bis zu festen Preisgrenzen. Bereits wenige Cent über der Schwelle können dazu führen, dass höhere Gebühren greifen und sich die Marge deutlich verschlechtert.

Mit klar definierten Mindest- und Maximalpreisen stellen Sie sicher, dass Ihre Produkte innerhalb relevanter Gebührenstufen bleiben. So vermeiden Sie, dass automatische Preisanpassungen Ihre Artikel unbeabsichtigt aus günstigen Tarifbereichen herausdrücken.

SnapTrade berücksichtigt aktuelle Amazon- und FBA-Gebühren direkt in der Preiskalkulation. Sie sehen sofort, wie sich Gebührenänderungen, Preisgrenzen oder Angebotsaktionen auf Ihre Marge auswirken, und können Ihre Preise regelbasiert steuern.

Nicht grundsätzlich. Amazon hat Gebührenobergrenzen für bestimmte Angebotsformate eingeführt, um Kosten planbarer zu machen. Ob sich eine Aktion lohnt, hängt weiterhin von Verkaufspreis, Marge und Absatz ab.

Amazon empfiehlt den Einnahmenrechner, den Bericht „Gebühren- und Wirtschaftlichkeitsvorschau“ sowie die Gewinnanalyse im Seller Central, um die Auswirkungen der Gebührenänderungen besser nachzuvollziehen.

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Auf dem Bild sind weiße Spielsteine mit Buchstaben zu sehen, die das Wort SEO bilden. SEO steht für Search Engine Optimization, die auch in Form der Amazon SEO für den Marktplatz betrieben wird.