Amazon BuyBox – Ist der günstigste Preis der beste Preis?

Nur weil Händler Ihre Ware zum günstigsten Preis anbieten, heißt das noch lange nicht, dass die Kunden nur bei Ihnen kaufen. Natürlich ist ein niedriger Preis für viele Käufer ein wichtiges Kriterium, er ist aber noch lange keine Erfolgsgarantie – weder um in die Amazon Buybox zu kommen, noch um bei wichtigen Keywords oben zu stehen. Die BuyBox-Kriterien haben wir bereits ausführlich in unserem letzten Beitrag erklärt. Daraus ergibt sich, dass es eine Preisspanne für relevante Angebote gibt. Das wirft die Frage auf:

Warum mit dem günstigsten Preis verkaufen, wenn auch ein höherer Preis erzielbar ist?

Lassen Sie uns das an einem Beispiel veranschaulichen, bei dem alle Händler die BuyBox-Kriterien gleichermaßen erfüllen, Sie Ihre Produkte jedoch zu unterschiedlichen Preisen anbieten..

Der Artikel x wird zu folgenden Preisen (inklusive Versandkosten) angeboten:

  • Händler A: 27,40€
  • Händler B: 27,58€
  • Händler C: 27,99€
  • Händler D: 28,90€

Anhand des BuyBox-Anteils für den Artikel beachtet Amazon die ersten 3 Angebote und es ergibt sich eine offensichtliche Preisspanne von 27,40€ bis 27,99€.

Wie wird der BuyBox-Anteil ermittelt?

Das Amazon Seller Central bietet eine Menge Möglichkeiten, detaillierte Verkaufsstatistiken und Berichte einsehen zu können. In dem unterem Bild zeigen wir Ihnen, wie Sie diese Berichte aufrufen können.  Loggen Sie sich dazu in Ihr Amazon Seller Central ein und öffnen Sie in der obersten Menüleiste den Punkt Berichte, klicken Sie hier auf die Unterkategorie Statistiken & Berichte. Nun öffnet sich ein Fenster in dem Ihnen alle Produkte Ihres Sortiments angezeigt werden. Durch einen Klick auf Detailseite Verkäufe und Traffic gelangen Sie zu der gewünschten Übersichtsseite.

Verkaufsberichte Amazon Sellercentral

Tipp: Achten Sie darauf, dass der Zeitbereichsfilter (rechts oben) einen möglichst kurzen Zeitbereich filtert, bei dem Sie die Angebote für das Produkt kennen. Notieren Sie sich dazu stichprobenartig die Angebote im Verlauf des Zeitbereiches. Aufgrund der häufigen Angebotsänderungen sind zu lange Zeitbereiche nicht zu empfehlen.

Für das Beispiel-Produkt wird ein Einkaufswagen-Feld von 33% angezeigt. Damit wird ersichtlich, dass 3 Angebote für die BuyBox gleichberechtigte Beachtung finden. Dabei kann es allerdings zu Abweichungen kommen, wenn Angebote im Laufe des Tages hinzukommen oder entfernt werden. Amazon nutzt zur Berechnung die absoluten Seitenaufrufe im Zeitraum und die entsprechende Anzahl der BuyBox-Anzeige.

Welcher höchstmögliche Preis kann erzielt werden?

Leider lässt sich diese Frage nicht so einfach beantworten, dies ist von der jeweiligen Kategorie Ihres Sortimentes abhändig. Einige ausschlaggebende kleinen Tipps können wir Ihnen dennoch geben:

  • Beobachten Sie anhand der obigen Anleitung Ihre Verkäufe, um eine mögliche Obergrenze auszumachen.
  • Behalten Sie sorgfältig die BuyBox-Quote im Auge, denn die BuyBox-Kriterien können jederzeit von Amazon angepasst werden.

Unser Fazit

Welche Preisspanne für Ihre Produkte gelten, müssen Sie mit ein wenig Geschick selbst herausfinden. Haben Sie das geschafft, hält Sie nichts davon ab, das Produkt auch zum höheren Preis zu verkaufen. Dies reduziert den preislichen Abwärtstrend und beschert Amazon eine höhere Provision. Bedenken Sie aber dabei, dass der Kunde auch Möglichkeiten zum Preisvergleich hat und womöglich einen günstigeren Anbieter wählt.

Tipp: Wollen Sie Ihre BuyBox-Quote lieber ohne viel Aufwand erhöhen? Unsere BuyBox-MAX Strategie ermittelt den optimalen Preis für Ihr Produkt und sorgt für den Gewinn der BuyBox.

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