Warum der Black Friday 2020 für den E-Commerce besonders spannend wird

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In wenigen Wochen sollten die Sale-Plakate wieder die Einkaufsstraßen schmücken und Menschenmassen die Shopping-Center stürmen. Doch in diesem Jahr wird der große Ausverkauf wohl ganz anders ausfallen als gewohnt. Der Grund dafür liegt auf der Hand, denn das Coronavirus wird noch einige Zeit ein überaus aktuelles Thema sein. Da stehen die Aussichten schlecht, dass Massen von Menschen in die Shopping-Center strömen, um sich die besten Angebote zu sichern. Grund genug, dass Onlinehändler diese besondere Herausforderung für sich gewinnen und ihr Angebot in diesem Jahr noch besser platzieren sollten. In diesem Blogbeitrag nehmen wir den Black Friday 2020 genau unter die Lupe und verraten Ihnen, wie Sie ihn erfolgreich gestalten, viel Spaß!

Black Friday 2000 vs. 2020

Was ist der Black Friday?

In seiner heutigen Bedeutung tauchte der Begriff Black Friday in den USA erstmals in den 60er Jahren auf und beschrieb die Verkehrsstaus und Menschenmassen auf den Gehwegen, die sich an den beiden Folgetagen von Thanksgiving in den Städten bildeten. Diese zogen sich wohl angeblich wie eine „Schwarze Masse“ durch die Einkaufsstraßen. Eine weitere Erklärung besagt, dass der Black Freitag ein Synonym für die schwarzen Zahlen, die die Geschäftsleute Jahr für Jahr ab diesem Tag schreiben sei. Denn aufgrund der enormen Umsätze, die am Black Friday gemacht werden, bringen an diesem Tag viele Händler ihre Bilanzen aus den roten Zahlen in die Gewinnzone.

Offiziell wird der Black Friday in den USA in diesem Jahr bereits zum 20. Mal gefeiert und eröffnet offiziell den Beginn der Weihnachts-Einkaufsaison. 2006 dachte sich Apple, was in den USA funktioniert, funktioniert auch in Deutschland und brachte den Black Friday erstmals nach Deutschland. Davon angelockt, sprangen immer mehr Händler auf den Zug auf und veranstalteten ebenfalls seither spezielle Sale Aktionen zum Black Friday.

Black Friday stationär vs. online

Wie entwickelt sich der Black Friday?

Während der Black Friday vor Jahren im E-Commerce kaum Interessenten gewann, und Kunden lieber vor Geschäften kampiert haben, um sich direkt bei Ladenöffnung mit allen Mitteln die besten Angebote zu sichern, hat dieser sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu einem Online-Shopping-Tag gemausert. Seither haben der Black Friday sowie der Cyber Monday insbesondere im E-Commerce-Bereich einen durchschlagenden Erfolg. Kunden gehen viel lieber online auf Schnäppchenjagd – das spart zum einen Zeit und ist auch deutlich entspannter.

Welchen Einfluss hat COVID19 auf den Black Friday?

Führungskräfte in der Einzelhandelsbranche stehen in einem beispiellosen Jahr vor einer harten Entscheidung: Was sollten sie am Black Friday in ihren stationären Geschäften tun, inmitten einer tödlichen Pandemie, die wahrscheinlich immer noch tobt? Beim Black Friday geht es traditionell darum, so viele Leute wie möglich in den Laden zu bringen und die Verkäufe in die Höhe zu treiben. Klar ist also jetzt schon, dass die Pandemie vielen Einzelhändlern bereits starke Einbußen bescheren wird. Unklar, ob Einzelhändler auf andere Strategien, welche den Hygienebestimmungen entsprechen, zurückgreifen müssen oder sich die Führungskräfte gegen die Teilnahme entscheiden.

Anders sieht es da im E-Commerce aus! Das Kaufverhalten während der Corona-Krise offenbart demnach, dass die Deutschen vermehrt den E-Commerce für sich entdecken. Die Krise hat dem E-Commerce nämlich einen kräftigen Wachstumsschub beschert. Vor allem Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Tierbedarf, Medikamente oder Drogerieprodukte werden viel häufiger im Internet erworben. Kein Wunder also, warum eine Vielzahl der Einzelhändler in den letzten Monaten den Schritt in den E-Commerce gewagt haben. Dies zahlt sich für die E-Commerce-Neulinge zum einen für das Tagesgeschäft, aber zum anderen auch für den Black Friday 2020 aus.

Zwar leiden die stationären Händler 2020 unter dem Schwund von Kunden in den Einkaufsstraßen, der E-Commerce profitiert hingegen von dem zunehmenden Traffic.

Checkliste: So wird Ihr Black Friday 2020 zum Erfolg

Klar ist, der E-Commerce wächst und damit steigt auch das Angebot. Um das unfreiwillig erhaltene Potenzial des diesjährigen Black Fridays auszunutzen, sollte ein ausgeklügelter Plan und eine klare Strategie für jeden Onlinehändler, ganz egal ob Neuling oder Urgestein, das Must-have sein. In folgendem geben wir Ihnen eine Checklist mit den wichtigsten Erfolgskriterien.

1. Online-Auftritt 
Der Online-Auftritt ist das A & O! Dafür muss Ihre Webseite für den erhöhten Traffic in den kommenden Tagen fit und äußerst belastbar sein. Um dies zu erreichen, sollte zunächst geklärt werden, ob der Webseiten-Host den Herausforderungen gewachsen ist. Schließlich wäre es ärgerlich Verkäufe zu verpassen, nur weil Ihr Shop zu langsam oder nicht über das Smartphone erreichbar ist, Produkte nicht gelistet werden oder es anderweitige Bugs gibt. Das Stichwort für Sie: TESTEN!

2. Preisstrategie
Ohne Rabatt läuft gar nichts! Entscheidend ist, mit Ihren Preisen und der richtigen Rabatt-Strategie aufzufallen und den Usern einen klaren Mehrwert zu bieten. So ist ein allgemeiner Rabatt auf eine Produktkategorie nur dann sinnvoll, wenn er höher ausfällt als der gewohnte Ausverkauf-Rabatt. Bei großen Rabatten auf spezielle Produkte ist wiederum die Auswahl entscheidend.

Übrigens: Mit unserer Repricing-Software und der richtigen Strategie setzen Sie Ihre Preise ganz einfach für große Events wie Black Friday, Cyber Monday & Weihnachten. 

3. Logistik
Zwei von drei Usern brechen den Kauf im Checkout ab, weil sie mit den angebotenen Paketdiensten und Versandoptionen nicht zufrieden sind. Hier kann eine vorab klar kommunizierte Auflistung der Optionen helfen. Je mehr Transparenz dem Kunden gegenüber geboten wird, desto mehr Vertrauen entwickelt sich in den Onlineshop.

4. Best-verkäuflichen Produkte 
Hohe Preisnachlässe auf unattraktive Produkte schrecken eher ab. Weshalb bereits vor der Sale-Aktion eine Analyse für die Produkte mit hohen Verkaufschancen durchgeführt werden sollte. Da dies manuell nur mit sehr viel Aufwand zu bewerkstelligen ist, kann der ASIN-Advisor für Sie Verkaufschancen aufspüren und Artikel mit Potential finden. Er analysiert ca. 40 Mio. Produkte auf dem deutschen Amazon-Marktplatz, um die verkaufsstärksten Produkte einer Kategorie zu entdecken.

5. Retargeting
Das Potenzial am Black Friday ist groß, genau so groß ist aber auch der stetig wachsende Wettbewerb. Dabei kann Ihnen das richtige Targeting helfen, zielgerichteter und effizienter zu agieren. Idealerweise legen Sie in den Monaten vor dem Event Ihre Zielgruppe fest, indem Sie interessierte Nutzer auf Ihre Seite lenken und Marketingmaßnahmen darauf ausrichten. In den entscheidenden Tagen, wenn viele Unternehmen um die Aufmerksamkeit der Nutzer buhlen, profitieren Sie davon, genau diese Nutzer durch den Sales Funnel zu führen.

6. Markt- und Wettbewerbsanalyse
Viele Händler nutzen zur Markt- und Wettbewerbsanalyse automatisierte Softwarelösungen. Für eine optimale Positionierung im E-Commerce, sowohl zum Black Friday als auch zu anderen großen Events, sollten Sie die Preise Ihrer Wettbewerber stetig beobachten und zielgenau analysieren. Denn nur wenn Sie wissen, wie wettbewerbsfähig Ihre Preise im Vergleich zur Konkurrenz sind, können Sie sich erfolgreich im Onlinehandel platzieren.

Fazit: Erfolgreich am Black Friday

Fest steht, sowohl der Black Friday als auch der Cyber Monday sind mittlerweile Pflicht für Unternehmen aus dem E-Commerce. Damit haben wir alles abgedeckt, was Sie als Onlinehändler an Basis-Wissen besitzen müssen, um Ihre Marke auf den Black Friday 2020 vorzubereiten. Und nun liegt es an Ihnen: Seien Sie kreativ, planen und testen Sie und gehen Sie unbedingt mit ausreichend Vorlaufzeit an die Sache heran. Mit einem durchdachten Plan können Sie aus der Masse herausstechen und Ihren Erfolg nachhaltig vorantreiben.

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