Die Amazon BuyBox leicht und verständlich erklärt

Das Bild zeigt zwei Einkaufswagen, die sinnbildlich für die Amazon BuyBox stehen,

Sie gilt als das Hauptkriterium für den erfolgreichen Verkauf eines Produktes auf Amazon. Sie entscheidet darüber, welcher Verkäufer sein Produkt mit dem Button verknüpft. Unsere Rede ist von der Amazon BuyBox. Branchenschätzungen zufolge erzielt der Gewinner der BuyBox 9 von 10 Bestellungen. Das Ziel eines jeden Händlers sollte es also sein, möglichst viele Produkte in der Amazon BuyBox anbieten zu können. Wir verraten Ihnen welche Vorteile der Platz in der BuyBox bietet und wie Sie die BuyBox für sich gewinnen.

Amazon BuyBox Schaltflächen

Ein Unternehmen wird für die Schaltflächen zur Bestellung vorausgewählt.

Was ist die Amazon BuyBox?

Jedes Unternehmen, das über Amazon verkauft, will die BuyBox für sich beanspruchen. Bei der Amazon BuyBox handelt es sich um das Einkaufswagen-Feld, mit dem potenzielle Käuferinnen und Käufer ihre gewünschten Waren in den Einkaufskorb legen können, bzw. den Button „Jetzt kaufen“, mit dem sich eine Bestellung direkt auslösen lässt. Für beide Schaltflächen wird ein Händler bzw. eine Händlerin vom System vorausgewählt.

Welche Vorteile hat der BuyBox-Gewinner?

Der Gewinn der Amazon BuyBox ist für die Unternehmen von immenser Bedeutung. Statistisch gesehen kaufen 9 von 10 Kundinnen und Kunden beim vorausgewählten Unternehmen. Die übrigen Wettbewerber, die das gewünschte Produkt ebenfalls vertreiben, werden zwar weiter unten aufgelistet, erhalten von der Kundschaft aber in der Regel wenig bis keine Beachtung. Dieser Effekt wird noch verstärkt, wenn Suchende mit dem Smartphone unterwegs sind. Die BuyBox wird in der mobilen Ansicht direkt unterhalb der Produktfotos dargestellt. Alle weiteren Anbieter sind dagegen nur mit sehr viel Scrollen sichtbar.

Darüber hinaus können Sie als Gewinner der BuyBox wertvolle Marketing- und Brandingmaßnahmen sowie von Amazon bereitgestellte PPC-Kampagnen und Promotions zugreifen.

Nach welchen Kriterien entscheidet Amazon darüber, wer sein Produkt über die Amazon BuyBox verkauft?

Die genauen Kriterien, wie Händler die BuyBox gewinnen, sind natürlich ein gut gehütetes Amazon-Geheimnis. Dennoch sind einige wichtige Faktoren bekannt, die beim BuyBox-Gewinn eine entscheidende Rolle spielen:

Der Preis

Das wohl wichtigste Kriterium für die Vergabe der BuyBox ist der Preis. Das ist auch nur logisch, schließlich spielt er bei der Entscheidung für oder gegen ein Produkt auf Verbraucherseite eine elementare Rolle. Das ist beispielsweise auch der Grund, warum Preissuchmaschinen für die Produktrecherche im E-Commerce so bedeutsam sind – sie geben Interessenten mit wenig Aufwand einen guten Überblick über die Angebote.

Übrigens: Zum Preis zählen auch die Versandkosten, die ein mächtiges Instrument sein können, wenn es um die BuyBox-Vergabe geht. Wer zu besonders guten Konditionen liefern kann, wird deutlich öfter vom System vorausgewählt. Da Amazon selbst über ein sehr gutes Logistik-Netzwerk verfügt, haben Unternehmen, die FBA nutzen, ebenfalls gute Chancen auf die BuyBox.

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Die Verfügbarkeit

Auch die Verfügbarkeit spielt bei der Vergabe eine wesentliche Rolle. Was Lieferzeiten anbelangt, sind Amazon-Kundinnen und -Kunden maximalen Komfort gewohnt: Dass diese den gewünschten Artikel nur 24 Stunden nach der Bestellung in den eigenen Händen halten, verkommt immer mehr zum Hygienefaktor. Folgerichtig haben Produkte, die zum Zeitpunkt der Suche nicht lieferbar sind, nahezu keine Chance auf die Amazon BuyBox.

Die Kundenzufriedenheit

Einer der wichtigsten Faktoren, um den begehrten Platz in der BuyBox zu erhalten, ist die Zufriedenheit der Kunden. Diese wird von Amazon durch viele verschiedene Kriterien gemessen. Der Status kann jederzeit im Amazon Seller Central geprüft werden. Wichtige Kennzahlen um die Kundenzufriedenheit zu messen sind:

  • Perfect Order Percentage (POP): Prozentsatz aller Aufträge mit reibungsloser Auftragsabwicklung.
  • Order Defect Rate (ODR): Prozentsatz aller Aufträge mit negativem Kundenfeedback, einem A-Z Garantieantrag oder einer Kreditkarten-Rückbuchung.
  • Pre-fulfillment Cancellation Rate: Rate der Aufträge, welche vor dem Versand storniert werden – ein Indiz für schlechtes Bestandsmanagement.
  • Late Ship Rate: Kunden erwarten einen zügigen Versand innerhalb von 2-3 Werktagen.
  • Percentage of Orders refunded: Erhöhte Rate an Gutschriften ist ebenso ein Indikator für- schlechtes Bestandsmanagement.

Der Kundenstatus

Ob Sie es glauben oder nicht, aber es macht tatsächlich einen Unterschied, wer sich Ihre Produkte ansieht. Wenn Sie Prime-Kunden beispielsweise eine kostenlose 1-Tages-Lieferung anbieten, hat dies sehr wahrscheinlich großen Einfluss auf Ihre BuyBox-Quote innerhalb dieser Kundengruppe. Da diese Serviceleistung für diejenigen ohne Prime-Abo uninteressant ist, kann es passieren, dass ein anderer Anbieter die BuyBox gewinnt.

Lesetipp: Wir haben den Test gemacht und sind der Vergabe in unserem BuyBox-Experiment auf den Grund gegangen – mit spannenden Ergebnissen!

Tipps & Tricks, mit denen Sie Ihre BuyBox-Quote steigern können

#1 Planen Sie Ihre Bestände sorgfältig

Ihre Produkte sollten zu jeder Zeit verfügbar sein. Planen Sie Ihren Bestand also großzügig, indem Sie wichtige Artikel immer vorrätig haben. Amazon berücksichtigt nur Artikel mit aktuellem Warenbestand.

#2 Vermeiden Sie unnötige Retouren und Stornierungen

„Kunde ist König“, nirgendwo gilt dieses Gesetz mehr als bei Amazon. Die Chancen auf die BuyBox sind für unzuverlässige Händlerinnen und Händler deshalb weitaus geringer als für solche, die ihre Bestellungen reibungslos abwickeln und einen optimalen Kundenservice bieten. Daher sollten Sie Ihre Retourenqoute senken und Ihrer Kundschaft eine Support-Möglichkeit einräumen.

#3 Kommunizieren Sie verlängerte Lieferzeiten klar

Entscheiden Sie sich dazu, einen Urlaub zu machen, sollten Sie die Urlaubs-Funktion nutzen. Somit müssen Ihre Kunden nicht ungewiss auf Ihre Bestellung warten und wissen genau, wann Sie mit Ihrer Ware rechnen können.

Erhöhen auch Sie Ihre BuyBox-Quote, ohne viel Aufwand! Unsere BuyBox-MAX Strategie ermittelt den optimalen Preis und sorgt für den Gewinn der BuyBox.

Fazit

Für E-Commerce Unternehmen, die auf Amazon verkaufen, ist die Amazon BuyBox so etwas wie der Heilige Gral für den langfristigen Erfolg. Wer sie innehat, hat gute Chancen im Warenkorb zu landen, alle anderen bleiben meistens ungesehen.

Welche Kriterien genau für die Vergabe verantwortlich sind, ist und bleibt Geheimnis des E-Commerce-Giganten, dennoch existieren eine Reihe von Stellschrauben, mit denen Sie Ihre BuyBox-Quote merklich erhöhen können. SnapTrade hilft Ihnen dabei!

Häufig gestellte Fragen zur Amazon BuyBox

Was ist die Amazon BuyBox?

Die Amazon BuyBox besteht aus zwei Schaltflächen, den Buttons „In den Einkaufswagen“ und „Jetzt kaufen“. Für beide wird ein Händler bzw. eine Händlerin vom System vorausgewählt. Statisken belegen, dass 9 von 10 Verkäufen an Gewinner der BuyBox vergeben werden.

Wie gewinnt man die Amazon BuyBox?

Wie genau die Vergabe der BuyBox vonstattengeht, ist ein gut behütetes Geheimnis von Amazon. Es gibt jedoch einige Kriterien, mit denen Unternehmen ihre Chancen erhöhen können, in der Amazon BuyBox zu landen. Welche das sind, haben wir in unserem Blog ausführlich erklärt.

Kann man auch ohne BuyBox verkaufen?

Ja, nur ist die Chance, dass man gesehen wird, erheblich geringer. Nur etwa 10 Prozent aller Verkäufe entfallen auf die Unternehmen, die die Amazon BuyBox nicht innehaben. Aus diesem Grund ist eine hohe BuyBox-Quote die Basis für einen langfristen Erfolg auf dem Amazon-Marktplatz.

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