Das Foto zeigt verschiedene Kugelschreiber, die meistens eine Mindestbestellmenge besitzen

Manchmal lohnt es sich nicht, ein Produkt einzeln zu verkaufen. Das kann daran liegen, dass die Transportkosten und/oder Marktplatzgebühren zu hoch sind, die Marge des Einzelartikels zu gering oder ähnliches. Früher mussten sich Händler immer mit einer eigenen ASIN behelfen, wollten sie ein Produkt im Bündel verkaufen. Inzwischen gibt es auf allen Amazon-Marktplätzen die Mindestbestellmenge, die es Händlern ermöglicht, ihre Artikel wirtschaftlich an den Mann bzw. an die Frau zu bringen. Wie Sie die Mindestbestellmenge bei Amazon nutzen können und warum Sie Ihre BuyBox-Quote danach im Blick behalten sollten, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Wie funktionieren Mindestbestellmengen bei Amazon?

Die Funktion, um Mindestbestellmengen bei Amazon zu definieren, ist noch gar nicht so alt, wie man vielleicht annehmen würde. Sie wurde erst 2021 eingeführt und besitzt folgende Einschränkungen:

  • Der Warenwert des Artikels darf 10€ bzw. 10£ nicht überschreiten.
  • Produkte der Kategorie BMVD (Bücher, Musik, Video oder DVDs), Software oder Videospiele können nicht beschränkt werden.
  • Die Mindestbestellmenge darf 6 Einheiten nicht überschreiten.

Sind diese Kriterien erfüllt, kann eine Mindestbestellmenge über die API oder die Amazon Marketplace Web Services (MWS) angelegt werden. Im Frontend des Amazon-Marketplace wird dann nicht wie gewohnt automatisch 1 Stk. vorausgewählt – was ohne Nutzung der Funktion der Fall wäre. Die entsprechende Mindestbestellmenge wird zudem unter dem Dropdown-Menü dargestellt.

Der Screenshot zeigt ein Produkt bei Amazon, das eine Mindestbestellmenge aufweist

Zu beachten ist außerdem, dass sich der Stückpreis nicht der Mindestbestellmenge entsprechend ändert – es wird trotzdem der Einzelpreis angegeben. Das ändert sich erst bei Bestätigung der Bestellung.

Darauf müssen Sie achten, wenn Sie die Mindestbestellmenge von Amazon nutzen möchten

Mit SnapTrade lässt sich die BuyBox-Quote Ihrer Produkte sehr genau nachverfolgen. Wenn unsere Kunden einen Rückgang dieser für sie extrem wichtigen KPI verzeichnen, kommen sie damit oft zu uns. So konnten wir in der jüngeren Vergangenheit schon mehrmals feststellen, dass die BuyBox bei Verwendung der Mindestbestellmenge seltener gewonnen wurde. Ohne MBM hatte sich die Quote dann wieder normalisiert.

Auch wir haben keinerlei Einsicht in den Amazon-Algorithmus, dieser wird vom E-Commerce-Primus so sehr gehütet wird wie kaum ein anderes Geheimnis. Deshalb können wir Ihnen keine Garantie dafür geben, dass Sie bei Ihren Produkten Ähnliches feststellen, wenn Sie eine Mindestbestellmenge vergeben. Trotzdem möchten wir unsere Erkenntnisse mit Ihnen teilen und mahnen deshalb dazu, die BuyBox bei Artikeln mit MBM unbedingt im Auge zu behalten.

Lesetipp: Die Amazon BuyBox leicht und verständlich erklärt

Holen Sie das Maximum aus Ihren Angeboten heraus – mit unserer BuyBox-MAX Strategie

Die ideale Preisfindung ist eine Wissenschaft für sich. Das gilt nicht nur, sondern vor allem für den Amazon Marketplace. Nur mit zahlreichen Tests und unterschiedlichen Preisstufen ließe sich eine gute BuyBox-Quote erzielen. Sollte sich Ihre Wettbewerbssituation dann unerwartet ändern, wie im Fall der Mindestbestellmenge, müssen Sie wahrscheinlich eine neue Testreihe starten.

Unsere BuyBox-MAX Strategie spart Ihnen Zeit und Nerven. Sie ermittelt unter Berücksichtigung Ihrer Wettbewerbssituation automatisch den idealen BuyBox-Preis. Darüber hinaus lässt sich die 24h-BuyBox-Quote jederzeit abrufen und im Blick behalten.

Was könnte der Grund dafür sein, dass sich die Mindestbestellmenge negativ auf die BuyBox-Quote auswirkt?

Darüber lässt sich natürlich nur spekulieren. Unsere Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass die BuyBox vor allem dann gewonnen werden kann, wenn ein Händler seinen Kunden günstige Konditionen bietet. So ergab zum Beispiel unser BuyBox-Experiment, dass vor allem Dinge kostenfreier Versand und 1-Tages-Lieferung den Unterschied machen. In diesem Zusammenhang betrachtet Amazon eine Mindestbestellmenge möglicherweise als Einschränkung für die Käufer, da diese nicht mehr so frei über die Anzahl der Produkte bestimmen können.

Fazit

Die Mindestbestellmengen sind ein an sich sinnvolles Feature, das Amazon erst recht spät zu seiner Plattform hinzugefügt hat. Wegen der Gefahr einer verminderten BuyBox-Quote sollten Sie MBMs jedoch mit Bedacht vergeben und die Performance Ihrer Produkte im Blick behalten. Für die Nachverfolgung und Optimierung helfen die Analyse-Tools und Strategien von SnapTrade.

Häufig gestellte Fragen zu Mindestbestellmengen bei Amazon

Seit 2021 lassen sich für Artikel Mindestbestellmengen anlegen. Dazu müssen die Produkte 10 Euro oder weniger kosten und dürfen nicht der Kategorie BMVD (Bücher, Musik, Video oder DVDs), Software oder Videospiele angehören. Zudem ist die Mindestbestellmenge auf maximal 6 Einheiten begrenzt.

Gelegentlich stellen wir bei Mindestbestellmengen auf Amazon eine verminderte BuyBox-Quote fest. Es kann daher sein, dass sich Ihr Artikel aufgrund der Mindestbestellmenge nicht mehr so gut verkauft, da viele Transaktionen auf Amazon durch Gewinner der BuyBox generiert werden. Im Artikel haben wir ausführlich darüber berichtet.

Amazon Private Label Beispiel Sortiment Kosmetikgläser
Preisoptimierung Preisverfall oder Chance